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Korrelation und Diversifikation eines Portfolios


Korrelation

Die Korrelation beruht auf einem sehr einfachen Konzept: Bewegen sich zwei Anlagen genau im Gleichschritt, dann sind sie perfekt positiv korreliert und haben einen Korrelationswert von +1.


Bewegen sich die beiden Anlagen jedoch genau gegensätzlich, dann haben sie eine perfekte negative Korrelation und einen Korrelationswert von -1.


Bewegen sie sich völlig unabhängig voneinander, ohne dass zwischen den beiden irgendeine Gesetzmäßigkeit besteht, dann ist der Korrelationswert 0.


Beispiel Chart A – 2 positiv korrelierende Märkte:



Diese Chart zeigt 2 nahezu perfekt positiv korrelierende Märkte, wie es öfter bei einem Portfolio aus Aktienmärkten vorkommt. Bei steigenden Kursen trägt jeder Markt dazu bei, dass der Gewinn steil ansteigt. Bei fallenden Kursen dagegen addieren sich die Verluste der einzelnen Märkte zu einem schnellen und hohen Verlust.


Ein Portfolio aus hochgradig korrelierenden Märkten bringt deshalb zwar hohe Gewinne in einer Hausse, aber auch hohe Verluste sowie sich die Märkte ‚drehen‘.


Beispiel Chart B – 2 negativ korrelierende Märkte:



Diese Chart zeigt genau das Gegenteil: 2 nahezu perfekt negativ korrelierende Märkte. Verluste in einem Markt werden dabei weitgehend durch Gewinne in einem anderen Markt kompensiert.


Zur Vereinfachung der Beispiele wurden lediglich die prozentualen Veränderungen addiert, ohne die Grösse der einzelnen Positionen (z.B. Anzahl und Einzelkurs der Aktien bzw. Kontraktgrösse bei Terminmärkten) einzurechnen.


Die Crux an diesem Beispiel: Anlagen mit perfekt negativer Korrelation ergeben zwar ein Portfolio mit 0% Risiko aber bringen auch nur 0% Gewinn.


Diversifikation

Die Diversifikation ist die Streuung auf verschiedene Anlagen, um das Risiko zu verteilen. Es bringt jedoch nichts, das Kapital bei reinen Aktienanlagen oder -fonds auf verschiedene Aktienmärkte zu verteilen, wie zum Beispiel auf den DAX, den Stoxx50, den S&P500 und den NASDAQ.


Gut gestreut und damit Risiko verteilt? Nein. Alle diese Märkte korrelieren hochgradig.


Mit einem solchen Portfolio hat man das Risiko nicht verringert, nur gebündelt. Einige Märkte mögen zu gewissen Zeiten etwas stärker oder schwächer sein als andere. Aber die Grundtendenz ist bei allen angeführten Märkten gleich.


Die folgende Chart zeigt dieses sehr deutlich:



Der DAX-Index korreliert mit dem STOXX-Index im Mittel um fast 0.9, also hochgradig. Von März 2000 bis Anfang 2003 führte das zu massiven Verlusten, die selbst bis Mitte 2007 nicht ganz aufgeholt wurden. Ab dann ging es wieder abwärts.


Wie können sich Aktienfonds davon abnabeln? Kaum! Die meisten Fondsbedingungen schreiben vor, dass die Fonds voll oder zumindest mit einem hohen Prozentsatz investiert sein müssen. Die Aktien zu verkaufen und eine Baisse mit Bargeld auszusitzen, ist also nicht erlaubt. Auch Put-Optionen zur Absicherung sind in den meisten Fondsbedingungen genausowenig vorgesehen wie Inverse oder Double Inverse ETFs.


Außerdem kommen wir damit zu den Techniken der Hedgefonds, die die ‚normalen‘ Fondsmanager nicht beherrschen. ManagerMagazin schrieb dazu schon vor einigen Jahren: Viele Experten zweifeln daran, dass normale, angestellte Fondsmanager für das sehr viel komplexere, risikoorientierte Hedgefonds-Geschäft überhaupt geeignet sind. Den traditionellen Fondsprofis fehlt es vor allem an Erfahrung im Umgang mit Short Selling.


Als Alternative werden oft gemischte Aktien/Anleihen-Fonds angeboten, da Anleihen in der meisten Zeit nur schwach negativ mit Aktien korrelieren.


Doch wenn die Fonds in einer Aktienbaisse nicht völlig von Aktien auf Anleihen umschwenken und bei einer beginnenden Hausse wieder zurück in Aktien gehen können, führt das meistens zwar zu niedrigerem Risiko aber auch zu niedrigeren Gewinnen.


Selbst dieser Wechsel ist unter den meisten Fondsbedingungen nicht erlaubt und außerdem wären dafür wiederum Hedgefonds- bzw. Trendfolge- Methoden erforderlich.


Zusammenfassung

Die Vorteile der MPT (Moderne Portfolio Theorie) also bessere Performance bei geringerem Risiko, sind mit Aktien- bzw. gemischten Aktien/Anleihen-Fonds nicht zu erreichen.


Dafür braucht man ein gut diversifiziertes Portfolio mit nicht-korrelierenden Anlagen aus allen 4 Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Währungen und Rohstoffen). So wie das „TrendAdapt“ Konzept von Investment Econometrics, das Terminkontrakte verwendet. Sie sind die einzigen, börsengehandelten Anlagen, mit denen man ein solches Portfolio erreichen kann.


Erfahren Sie mehr über Terminbörsen bzw. Warenterminmärkte.


Aktuelles bei Investment Econometrics:

- Die aktualisierten Portfolio-Ergebnisse finden Sie hier


 

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